Ausbau wird für Anwohner teuer

Birkenstraße in Ahlten: Grundstücksteilung führt zu geringerem Beitrag der Kleingärten

Der Ausbau der Birkenstraße in Ahlten wird für die Anwohner erheblich teurer als erwartet: Wegen einer Grundstücksteilung kann nur ein Teil des Kleingartengeländes mit in die Umlage einbezogen werden, und alle anderen müssen mehr bezahlen.

Von Thomas Böger

Ahlten. Etliche der Bäume, die der Birkenstraße ihren Namen gaben, sind bereits abgesägt, nur die etwa ein Meter hohen Stumpen stehen noch. Der Streit um Erhalt oder Fällen der Bäume ist entschieden, und in der ersten Septemberwoche soll der Ausbau beginnen. Doch nun erwartet die Anwohner ein neues Ärgernis.Im Frühjahr war in einer Anliegerversammlung noch ein Preis von 5,20 Euro genannt worden, den der Besitzer eines Hauses mit einem Vollgeschoss pro Quadratmeter seines Grundstücks für den Ausbau der Straße zahlen sollte. Nach neuestem Stand der Dinge werden es jedoch voraussichtlich 7,60 Euro sein – eine Steigerung um fast die Hälfte. Wer ein Haus mit zwei Vollgeschossen hat, zahlt sogar 9,55 Euro pro Quadratmeter, bei einem Grundstück von 500 Quadratmetern also mehr als 4700 Euro.

Das liege aber keineswegs daran, dass der Ausbau teurer wird, erläutert Rathaussprecher Michael Großmann. Vielmehr habe der Eigentümer des Kleingartengeländes eine Grundstücksteilung vorgenommen. Dadurch sei ein erheblicher Teil des Areals nicht mehr beitragspflichtig, sodass die Kosten auf weniger Schultern verteilt werden müssten. „Das ist rechtlich überhaupt nicht zu beanstanden“, betont Großmann .Auch auf die Stadt könnte ein größerer Anteil an der Finanzierung zukommen, als sie kalkuliert hat. Nach dem Gesetz dürften Grundstücke nicht unverhältnismäßig mit Straßenausbaukosten belastet werden, sagt Großmann.

Die Anwälte des Besitzers der Kleingärten hätten bereits signalisiert, dass dies nach ihrer Auffassung bei dem beitragspflichtig bleibenden Teil des Geländes der Fall sein könnte. Gäbe ein Gericht ihnen recht, würden aber die Anwohner nicht noch mal zusätzlich zur Kasse gebeten, versichert Großmann. Das Defizit bliebe vielmehr bei der Stadt hängen.