Kanalnetz verschlingt MillionenGroßer Teil der Abwasserrohre in Ahlten ist marode – Kläranlage muss erweitert werdenIn Ahlten werden in den nächsten Jahren Millionen verbuddelt: Ein großer Teil der Kanalisation ist marode, und die Kläranlage muss erweitert werden. Von Thomas Böger Ahlten. Die Untersuchung der Abwasserkanäle hat in nahezu allen Lehrter Ortsteilen erhebliche Schäden zutage gefördert, aber Ahlten ist besonders betroffen. Fast elf Kilometer des 17 Kilometer umfassenden Netzes müssen saniert werden, berichtet Ortsbürgermeister Jürgen Kelich. Das wird zum Teil im sogenannten Inlinerverfahren geschehen, kündigt Manfred Holaschke, zuständiger Abteilungsleiter bei den Stadtwerken, an. Dabei werden Kunstharzschläuche in die Rohre eingezogen, ohne dass die Straßen aufgerissen werden müssen. An manchen Stellen wird sich das aber nicht vermeiden lassen, zum Beispiel, wenn Bereiche von der Mischwasserkanalisation auf eine Trennung zwischen Abwasser und Regenwasser umgestellt werden. Darüber denke man etwa im Randbereich des neuen Baugebietes auf dem alten Sportplatz nach, sagt Holaschke. Zurzeit werde ein Zeitplan für das Sanierungsprogramm erstellt. Das werde mit den anstehenden Straßenbauarbeiten in der Ortschaft abgestimmt. Insgesamt sind für das Vorhaben neun Millionen Euro veranschlagt, die aber über mehrere Jahre verteilt werden sollen. „Sonst bleibt für die anderen Ortsteile nichts mehr übrig“, sagt Holaschke und macht deutlich, dass es auch an anderen Stellen – etwa in Immensen – Probleme gibt. Konkreter sind die Pläne für die Erweiterung der Ahltener Kläranlage. Sie soll nach Holaschkes Angaben zwei zusätzliche Rundbecken bekommen. Dafür entfallen zwei Belüftungsteiche, nur die drei Schönungsteiche bleiben erhalten. Mit dem Bau des 2,8-Millionen-Projektes möchte Holaschke möglichst noch in diesem Jahr beginnen. Noch liegen jedoch nicht alle Genehmigungen vor. Ob die Investitionen die Gebühren in die Höhe treiben, konnte Holaschke noch nicht sagen. Es müsse erst die Gesamtkalkulation erstellt werden. Darin fließen die Kosten für Sanierung und Kläranlage ein. Er hofft auf eine nur mäßige Anhebung: „Aber vielleicht kompensiert sich das an anderer Stelle.“ |
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