Lager brennt an sechs
Stellen – Polizei fahndet nach Brandstifter
Großfeuer in der
Feldmark: Gestern am frühen Morgen sind auf einem Acker zwischen Lehrte
und Ahlten 580 Rundballen Stroh in Flammen aufgegangen. Die Polizei nennt
Brandstiftung als Ursache.
Von Achim Gückel
Ahlten.
Als die Feuerwehren aus Lehrte und Ahlten auf dem Feld zwischen der
Landesstraße 385 und der Bahntrasse eintrafen, brannten die in drei
Schichten aufgetürmten Ballen schon lichterloh – und zwar an sechs
verschiedenen Stellen. „Da hat sich bei diesem Wetter bestimmt nichts
selbst entzündet. Das war Brandstiftung“, sagte ein Polizeisprecher
gestern am Nachmittag. Die Kripo hat bisher keine Spur vom Täter und
bittet daher um Zeugenhinweise. Wer am Mittwoch gegen 5.30 Uhr in der
Feldmark östlich von Ahlten etwas Verdächtiges beobachtet hat, sollte dies
dem Kommissariat in Lehrte unter Telefon (0 51 32) 82 70 mitteilen.
Am Brandort kämpften 62 Feuerwehrleute sowie zehn Helfer des Technischen
Hilfswerks (THW) gegen die Flammen. Das Feuer erstreckte sich über etwa
100 Meter auf die gesamte Länge des Strohlagers. Das THW setzte dabei zwei
Radlader ein, um das brennende Stroh auseinander zu schieben. Einen davon
hatte man eilends aus Ronnenberg herbeischaffen müssen. Gleichzeitig
wiesen Rundfunkmeldungen die Ahltener und Lehrter darauf hin, Türen und
Fenster wegen der starken Rauchentwicklung geschlossen zu halten. Eine
Gefahr für die Bevölkerung habe aber nicht bestanden, teilte Lehrtes
Feuerwehrsprecher Daniel Ulrich mit. Das verbrannte und von Löschwasser
durchtränkte Stroh hat nach Schätzung der Polizei einen Wert von 12 000
bis 15 000 Euro. Es gehörte dem Landwirt Henning Peters aus Bilm, der auch
in Ahlten einen Hof bewirtschaftet. Er hält rund 100 Stück Vieh, darunter
60 Milchkühe, für die das Stroh als Einstreu im Stall dienen sollte. Die
580 Ballen seien etwa die Hälfte seines Jahresbedarfs, sagt Peters. „Zum
Glück war das Stroh versichert, und ich habe an anderer Stelle noch einmal
so viel gelagert“, sagt der Landwirt. Ihm waren schon einmal Strohballen
angezündet worden. Nun hofft er, „erst mal über die Runden zu kommen“. Das
Milchvieh werde schon bald auf die Weide getrieben, wo es kein Einstreu
mehr brauche. Für die Lehrter Feuerwehr war der Brand in der Feldmark
übrigens der dritte Einsatz in der Nacht zum Mittwoch. Um 1.30 Uhr wurde
sie zu einem liegen gebliebenen Lastwagen auf der A 2 gerufen, kurz vor 4
Uhr gab es einen Fehlalarm in einem Großbetrieb. |



|