Aligses Ortsrat sagt Nein zum BürgerbüroParteien wollen Verwaltungsstelle behaltenNach Ahlten hat jetzt auch der Ortsrat Aligse die Einrichtung der technisch verbesserten Bürgerbüros in Ahlten und Hämelerwald einstimmig abgelehnt. Von Katerina Jarolim-Vormeier Kolshorn. SPD und CDU wehren sich gegen die Schließung der Verwaltungsstelle in Aligse. Ortsbürgermeister Norwin Schellin (SPD) sprach bei der jüngsten Sitzung im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Kolshorn nach eigenen Angaben zum ersten Mal in eigener Sache und gab dem Ortsrat die Empfehlung, gegen das Vorhaben zu votieren. „Ich schlage vor, bis 2011 abzuwarten“, sagte der Ortsbürgermeister. „Die Bürgerbüros sollen nicht nur den Service verbessern, sondern auch über den technisch modernsten Standard verfügen“, sagte der Leiter der Bürgerbüros, Michael Großmann, bei der Sitzung am Dienstagabend. Der Argumentation der Verwaltung konnte Fritz Voges (SPD) gar nicht folgen. „Die Aligser, Röddenser, Kolshorner und Steinwedeler fahren nicht nach Ahlten, sondern orientieren sich dann nach Lehrte“, sagte der Sozialdemokrat. Nach Auffassung von Heiner Götting gehe die Bürgernähe völlig verloren, obwohl sich die Verwaltung damit schmücke, bedauerte der Christdemokrat. „Was nützt mir die Bürgernähe, wenn ich nur über Wetter reden kann“, entgegnete Großmann. Ab dem 1. November wird der neue Reisepass mit Fingerabdruck eingeführt. Die Verwaltungsstellen verfügen nicht über die notwendige Ausstattung, um den Service zu erledigen. „Wenn das gewünscht wird, müssen Kosten von 5600 Euro für Technik und Renovierung und zusätzlich 4500 Euro für Lizenzgebühren für die Programme aufgebracht werden“, sagte Großmann. |
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