Ahltener wollen kein Bürgerbüro im DorfStadt soll weiter eine Verwaltungsnebenstelle unterhaltenDer geplante Ersatz der Verwaltungsnebenstelle in Ahlten durch ein technisch aufgewertetes Bürgerbüro hat in der Ortsratssitzung am Donnerstag für heftige Diskussionen gesorgt. Die Kommunalpolitiker lehnten das Konzept der Verwaltung ab. Von Patricia Oswald-Kipper Ahlten. Die Ahltener sehen das Konzept der Verwaltung, die die Nebenstellen in Ahlten und Hämelerwald in leistungsfähigere Bürgerbüros umwandeln will, äußerst kritisch. „Über die Verwaltungsnebenstellen entscheidet jetzt noch laut Gebietsänderungsvertrag vom 14.12.1973 der Rat, über das Bürgerbüro könnte später die Verwaltung allein verfügen“, sagt Ortsbürgermeister Jürgen Kelich. Die Stadtverwaltung plant eine Konzentration ihrer Arbeit. Dies beinhaltet die Schließung von fünf weiteren Nebenstellen in anderen Ortsteilen. Die Umwandlung der Ahltener Nebenstelle zum Bürgerbüro sei ein ungewisses Unterfangen, sagt Kelich. Der Ortsrat entschied sich daher einstimmig gegen ein Bürgerbüro und für die Beibehaltung der bisherigen Verwaltungsnebenstelle. „Die soll aber technisch aufgerüstet werden“, sagt Kelich. Bürgerbüro-Leiter Michael Großmann kann die Debatte der Ahltener nicht verstehen. In den bisherigen Verwaltungsnebenstellen könne man bald nicht mal mehr die Grundversorgung wie Passangelegenheiten leisten, wenn in sie nicht technisch investiert werden würde. Die Konzentration auf zwei Standorte sei der effizienteste Weg. Außerdem wolle man dort den Service ausbauen, also etwa die Öffnungszeiten ausweiten. Die Entscheidung fällt der Lehrter Rat. Die Diskussion um die Bezeichnung Bürgerbüro hält Großmann auch für überflüssig. „Der Rat kann doch die künftige Entscheidungsbefugnis über die Nebenstellen beziehungsweise Bürgerbüros an sich ziehen.“ |