Beim Faslabend bleiben 160 Männer unter sich

Ahltener lassen das abgelaufene Jahr mit Humor Revue passieren

Es gibt Anlässe, da müssen Männer einfach mal unter sich sein. In Ahlten gibt es so einen: den Bauernfaslabend. Gestern Nachmittag haben im Schützenhaus 160 Herren dieses traditionelle, humorvolle Treffen zum Abschluss der Karnevalszeit begangen.

Von Achim Gückel

Ahlten. Eigentlich hätte ja Ortsratsfrau Martina Schuster mit im Saal sitzen sollen. Doch die musste krankheitsbedingt absagen. Und so begrüßte Ortsbürgermeister Jürgen Kelich gestern Nachmittag die Anwesenden wahrheitsgemäß mit einem „Meine Herren!“. Ausschließlich Mitglieder des sogenannten starken Geschlechts waren zum 33. Bauernfaslabend erschienen – mal abgesehen von den fleißigen Damen im Service.

Letztere mussten jedoch besonders stark zupacken. Nicht weniger als 500 Liter Freibier durften sie auftragen. Als Kelich zu Beginn die Vielzahl der edlen Bierspender aufzählte, brauchte er dafür mehr als zehn Minuten – und ein paar habe er mit Rücksicht auf „den Morgen danach“ sogar noch auf nächstes Jahr vertröstet, verriet er.

Der Andrang auf den Ahltener Bauernfaslabend ist mittlerweile so enorm, dass gar nicht alle Interessierte im Schützenhaus Platz finden. Ein wichtiger Grund dafür sind die Vorträge. Kelich ließ mit einer Computer-Präsentation samt Filmsequenzen die Ahltener Themen des vergangenen Jahres Revue passieren – von der Sanierung der Birkenstraße bis hin zu den Festen im Ort und den Einsätzen der Feuerwehr. Und schließlich fiebert mittlerweile so ziemlich jeder Faslabendgast der Rede von Pastor Henning Runne entgegen, dessen Feuerwerk an Blondinenwitzen vom Vorjahr in Ahlten längst Legende ist. Auch gestern hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Dann ging es an den Hammel, der in Ahlten seit einigen Jahren zarter Lammbraten ist – und nach Reden, 500 Litern Bier und gutem Essen hatten Ahltens Frauen ihre Gatten auch wieder ganz für sich.

Quelle: Anzeiger für Lehrte und Sehnde vom 06. Februar 2008