Tagsüber fehlen FeuerwehrleuteBesonders mittags gibt es wenige Einsatzkräfte – Stadt will in Nachwuchsarbeit investierenWeil viele Lehrter Feuerwehrleute mehrere Kilometer vom Wohnort entfernt arbeiten, hat die Feuerwehr tagsüber zunehmend Probleme, im Ernstfall genügend Personal zu stellen. Um diese Entwicklung zu stoppen, will die Stadtverwaltung mehr Geld in die Nachwuchsarbeit investieren. Von Patricia Oswald-Kipper Lehrte. „Um die Mittagszeit kann das Personal bei einem Erstangriff schon mal knapp werden“, sagt Lehrtes Stadtbrandmeister Jörg Posenauer. Nur mit Schichtarbeitern, die tagsüber zu Hause sind, könne man die sogenannte Tagesalarmsicherheit gewährleisten. „Die vielen Einsätze auf der Autobahn 2 belasten die Lehrter Feuerwehr zusätzlich“, sagt der Stadtbrandmeister. An den Baustellen kommt es täglich auf der A 2 zu Unfällen. „Dazu kommt, dass es für die Aktiven schwieriger wird, von der Arbeit freigestellt zu werden“, sagt Posenauer. Die Kernstadt habe dabei die meisten Probleme, tagsüber genügend Feuerwehrleute zu stellen. „Anders als in den kleineren Ortschaften gibt es dort im Freizeitbereich mehr Konkurrenz“, sagt Lehrtes Stadtrat Uwe Bee. Viele Lehrter entschieden sich für eine Mitgliedschaft in einem anderen Verein. Nur mit Nachwuchsförderung könne man die derzeitige Entwicklung stoppen, sind sich Bee und Posenauer einig. „Die Jugendlichen sind unsere künftigen Aktiven. Das Potenzial müssen wir nutzen“, sagt Posenauer. Nur mit einer breiten Personalbasis könne man die Einsatzkraft der Feuerwehr langfristig sichern. Daher sollen neben den Jugendfeuerwehr-Leitern jetzt auch deren Stellvertreter und die Leiter der Kinderfeuerwehren eine monatliche Entschädigung von 20 bis 25 Euro bekommen. „Das soll auch als Anreiz dienen, sich zu engagieren“, sagt Bee.
Zusätzlich soll aber ab 2008 auch Geld in mehr Personal,
das die Geräte wartet, und in die Koordination von Einsätzen investiert
werden. Die Stadt plant für ihre Feuerwehr jährliche Mehrausgaben von 10
500 Euro. |