Heiterkeit hat kein EndeDie Unverzagten spielen neues StückVon Michael Schütz Ahlten. Wenn die Blätter fallen, steigt die Spannung bei einigen Ahltenern, denn der Herbst ist Saison für die Unverzagten. Jetzt stand die Premiere des neuen Stücks der Laienspielgruppe auf dem Programm. Regisseur Volker Kleinert hatte dabei tief in die Klamottenkiste gegriffen, und so sahen die Zuschauer in der ausverkauften Pausenhalle der Grundschule mit „Alles nur Theater“ von Erich Koch einen Bauernschwank, der das Schenkelklopfen von der ersten Minute an garantierte. Das lag nicht zuletzt an den lokalen Anspielungen, die bei den Unverzagten schon Tradition haben. Der Text wird in der Regel so abgewandelt, dass zum Beispiel Ahltens Ortsbürgermeister Jürgen Kelich vorkommt. Der Antiheld des Stückes, Bauer Alfons, trinkt natürlich Ahltener Kutscherschluck. Und selbst der Anzeiger findet seinen Platz im Geschehen. Noch größeren Anteil an der nicht enden wollenden Heiterkeit im Zuschauersaal hatten allerdings die üblichen Versatzstücke eines Bauernschwanks. Da wirbelten die neun Schauspieler geradezu durch die Klischees: Die Männer saufen und schauen den Röcken hinterher, Frauen keifen, und die Jugend ist ungezogen. Da fliegen nicht nur die Worte, sondern manchmal fliegt auch der Inhalt eines Nachttopfs. Das machte nicht nur den Besuchern Freude. Man merkte den Mimen an, mit welchem Spaß sie sich durch das derbe Stück spielten. Das riss auch die beiden Neuen mit: Markus König als schüchterner Student Hans und Tanja Pareigis als Alfons’ Punk-Tochter Eva erledigten ihre Sache mit Bravour. Besonders bemerkenswert war, dass die Unverzagten um Bauer Alfons (Dieter Mücke) und seiner Frau Agnes (Maria Kleinert) ein durchaus gelungenes Timing und Zusammenspiel hinlegten. Aber schließlich sind fast alle schon „alte Hasen“, wie Regisseur Kleinert vor der Premiere sagte. |
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