Irritationen zwischen Stadt und Feuerwehr

Ahltener Einsatzkräfte fürchten Fehlplanung

Die Planungen im Zusammenhang mit dem neuen Wohngebiet auf dem alten Sportplatz in Ahlten haben für Irritationen bei der Feuerwehr gesorgt. Sie fürchtet, dass ihre Interessen nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Von Thomas Böger

Ahlten. Mit dem Bebauungsplan für das Wohngebiet sollen auch mehrere öffentliche Einrichtungen im Bereich Wiesengrund planungsrechtlich abgesichert werden. Dabei geht es unter anderem auch um Erweiterungsmöglichkeiten für die Ortsfeuerwehr. Der jüngste Vorschlag war eine Art Ringtausch: Die Feuerwehr bekommt ein neues Domizil, die Schützen ziehen in das jetzige Feuerwehrhaus, und das alte Schützenheim wird von mehreren Vereinen genutzt.

Dazu heißt es in der entsprechenden Beschlussvorlage der Stadtverwaltung, die Feuerwehr habe alle vorgeschlagenen Standorte als ungeeignet bewertet. Das sehen Stadtbrandmeister Jörg Posenauer und Ortsbrandmeisterin Regina Lehnert anders.

Das von der Stadt ins Auge gefasste Grundstück unter einer Hochspannungsleitung im Gewerbegebiet Mergelfeld habe man zwar abgelehnt, bestätigt Posenauer. Aber man habe dem Ordnungsamt zwei Alternativen benannt, die nach einem bei der Feuerwehr anerkannten Verfahren geprüft und für gut befunden worden seien. Eines davon sei der Schützenplatz, der dann an das neue Schützendomizil verlegt werden solle.

Eine neue Fahrzeughalle werde in den nächsten Jahren erforderlich, weil die Höhe der Tore nicht mehr ausreiche, sagt Lehnert. Außerdem fehle ein Umkleideraum für die Einsatzkräfte. Dieser sei in dem Plan der Verwaltung für eine Erweiterungsfläche auch enthalten, nicht aber die Halle, sagt Posenauer.

Er glaubt, dass auf dem Weg vom Ordnungsamt zum Planungsamt „etwas verloren gegangen sein“ muss, oder das Planungsamt habe die Angaben der Feuerwehr fehlinterpretiert. „Schade, dass das Planungsamt nicht direkt mit uns spricht“, sagt Lehnert.

Das Ordnungsamt lege zu den Mitteilungen der Feuerwehr „seine eigene Sicht dar“, bestätigt Rathaussprecher Michael Großmann. Er versichert jedoch, es werde „nichts ein gedampft oder sinnentstellt weitergeleitet“.

Quelle:Anzeiger für Lehrte und Sehnde vom 19.02.2008