Löst ein Ringtausch die Raumnot in Ahlten?

Neuer Vorschlag: Schützen zur Feuerwehr, Vereine ins Schützenheim

Neue Idee zur Lösung der Raumprobleme in Ahlten: Die Schützengesellschaft könnte in das Haus der Feuerwehr ziehen, die einen Neubau bekäme. Das derzeitige Schützenheim könnten mehrere Vereine nutzen.

Von Thomas Böger

Ahlten. Im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung in Abstimmung mit den örtlichen Organisationen Vorschläge entwickelt, wie die Flächen westlich der Straße Im Wiesengrund genutzt werden könnten, wenn auf der anderen Seite Wohnhäuser errichtet werden. Gedacht war unter anderem an ein Haus der Vereine und einen Jugendtreff. Für die Feuerwehr sollte eine Erweiterungsfläche vorgehalten werden.

Doch dann meldete die Schützengesellschaft nicht nur für einen Übungsraum des Spielmannszuges Bedarf an, sondern für ein komplett neues Domizil. Grund ist nach Angaben von Ortsbürgermeister Jürgen Kelich – er ist zugleich stellvertretender Schützenchef – vor allem, dass Sportschützen heutzutage nicht mehr mit einem Luftgewehrstand auskämen, sondern einen Kleinkaliberstand benötigten. Außerdem sei das Heim insgesamt zu klein. „Der Spielmannszug übt das Flötenspiel auf den Schießbahnen“, schildert Kelich die Situation.

Er schlug deshalb einen Ringtausch vor: Die Feuerwehr könnte ins Gewerbegebiet Kleifeld ziehen, die Schützen ins Feuerwehrhaus und dort anbauen. Das Schützenheim stünde dann anderen Vereinen zur Verfügung.

Das würde allerdings laut der stellvertretenden städtischen Planungsamtsleiterin Karin Heitmüller umfangreiche Vorarbeiten erfordern. Damit die Wohnbebauung auf dem alten Sportplatz nicht verzögert wird, soll der Bebauungsplan deshalb zunächst nach dem alten Konzept weiter- entwickelt werden. Aber eine Änderung nach dem neuen Vorschlag sei später immer noch möglich, versichert Heitmüller.

Quelle: Anzeiger für Lehrte und Sehnde vom 07. Februar 2008