Breite Front gegen SchließungenDie Lehrter Dörfer wollen für den Erhalt von fünf Verwaltungsnebenstellen kämpfenIn Lehrtes Dörfern formiert sich Protest: Die Ortschaften wollen die von der Stadt beabsichtigte Schließung von fünf Verwaltungsnebenstellen nicht hinnehmen. Von Achim Gückel Lehrte. Christa Ernst, Vorsitzende des Sozialverbands Sievershausen formuliert kurz und bündig, was viele Bürger in Lehrtes Dörfern denken: „Da wird Bürgernähe propagiert und dann das Gegenteil getan. Das ist unerhört.“ Aus Empörung über die Pläne der Stadt haben Ernst und ihre Helfer bereits Unterschriften gesammelt. Innerhalb von wenigen Stunden unterzeichneten rund 250 Sievershausener das Papier. Sie fordern den Erhalt der Verwaltungsstelle im Dorf. Die Stadt will ihre Einrichtungen in Aligse, Arpke, Immensen, Sievershausen und Steinwedel dicht machen. Grund dafür ist deren technisch schlechte Ausstattung, die zum Beispiel für die Ausstellung von Reisepässen bald gänzlich ungeeignet ist. Stattdessen sollen die Nebenstellen in Ahlten und Hämelerwald zu Bürgerbüros mit umfassendem Angebot ausgebaut werden. Dieser Plan aus dem Rathaus ärgert nicht nur viele Bürger. Auch die Politiker in den Dörfern sind erbost. Nach Auskunft von Sie- vershausens Ortsbürgermeister Hans-Egon Seffers haben er und seine Amtskollegen aus den Lehrter Ortschaften bereits miteinander gesprochen. „Es ziehen alle an einem Strang und werden das wohl nicht mittragen“, sagt er. Das gelte auch für die Ortsbürgermeister aus Ahlten und Hämelerwald, Jürgen Kelich und Hugo Voges. In den jetzt anstehenden Ortsratssitzungen wird der Verwaltung vermutlich ein scharfer Wind entgegenblasen. In jener am 18. Oktober in Sievershausen will der Sozialverband seine Unterschriftenliste übergeben.
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