TSG ist eine feste Größe

«von Dirk Herrmann

Textfeld: »Wären die Spiele der Spitzenteams in der abgelaufenen Punktrunde der Frauen-Niedersachsenliga auch bei einem Wettanbieter auf dem Tippschein platziert gewesen, dann hätte es wahrscheinlich niemand gewagt, sein Kreuzchen in einer dieser Reihen zu machen. Bis zum Schluss konnte man nicht absolut sicher sein, ob da nicht doch wieder einer der Favoriten straucheln würde und so eine auf den ersten Blick risikolos aussehnde Wette vergeigt hätte.

TSV Havelse oder Sparta Göttingen, TSG Ahlten oder SV Upen – oft wusste man im Aufstiegskampf nicht, auf wen man setzen konnte. Einige Male wechselte in der Saison 2007/08 die Tabellenführung, und die Ahltenerinnen hatten als Spitzenreiter am letzten Spieltag das Problem, dass sie selbst nichts mehr daran würden ändern können.

Das Team von Trainer Klaus Much hatte spielfrei und musste deshalb tatenlos mit ansehen, wie es von Havelse und auch von Sparta noch überholt wurde. In 20 Spielen hatte es 62 Tore geschossen. Doch in der Tabelle stand die TSG am Ende auf dem dritten Platz – aus der Traum vom Aufstieg, ein weiteres Jahr in der Spielklasse, die jetzt Oberliga heißen wird. Trotzdem sind Muchs Frauen stärker geworden. Vorbei sind die Zeiten, als die Niedersachsenliga für sie wie ein kleiner Fahrstuhl war, weil es erst nach oben und dann schnell wieder nach unten ging.

„Damals sind wir mit Pauken und Trompeten aufgestiegen, aber mit derselben Orchestergröße auch gleich wieder abgestiegen“, blickt Much zurück. Mittlerweile besitzt er ein eingespieltes Aufgebot, das jährlich auf der einen oder anderen Position verstärkt wird. Für die nächste Spielzeit sind sechs Neue im Kader, einige von ihnen gelten als Verstärkungen. Ist die TSG erneut ein Aufstiegskandidat?

Darauf dürfte man wetten können. Maike Jeschor gehört zu denen, die im vergangenen Jahr zur TSG gewechselt waren. Sie erzielte mit 29 Toren die meisten der 62 Ahltener Treffer, die übrigens auf das Konto von insgesamt nur acht Spielerinnen gehen. Personalien wie diese meint Much, wenn er davon spricht, dass die TSG inzwischen einen „guten Zulauf“ hat. „Spielerinnen interessieren sich jetzt für uns“, sagt der Trainer, „früher mussten wir noch Bitte-bitte machen.“

Quelle:Anzeiger für Lehrte und Sehnde vom. 02.07.2008

t